Mittwoch, 6. September 2017

Frust ...

... kommt wirklich in mir hoch und ich muß das einfach mal los werden.
Der Grund ist - seit gestern wurden wieder einmal die Butterpreise von Aldi und Co. um 20 Ct. auf

1,99 € / 250 g Butter

angehoben. Ich habe mal in meinem Haushaltsbuch von 2001 nachgeschaut, was ich da für ein 250 g Butter bezahlt habe.  Ganze 1,78 DM hat es damals gekostet, hier der Beweis:


Es kann doch nicht sein, daß sich nur noch priviligierte Personen bestimmte Nahrungsmittel, Butter ist sogar ein Grundnahrungsmittel (!), leisten können oder in bestimmten Regionen wohnen können.

 Vielleicht merkt jetzt jeder, daß uns der Euro immer mehr an die Wand drückt und die Bestimmungen der EU der größte Humbug sind. Ich erinnere hier nur an die Glühbirnen. Die ungiftigen Glühbirnen wurden abgeschafft, dafür durften nur noch die hochgiftigen Energiesparlampen verkauft werden. Ich sage nur, so entwickeln sich neue Wirtschaftszweige, die von der Politik gesteuert werden, und das ist nur ein Beispiel!

Windenergie ist ein weiteres Thema. Massenweise werden die Windräder gebaut, aber keiner hat sich mal gedanken gemacht über die Speicherung des zuviel erzeugten Stromes gemacht. Lieber stehen die Windräder mindestens einen halben Tag still oder der Strom wird an Anreinerstaaten verschenkt (!!!). Macht ja nichts, uns Bürgern wird ein immer höherer Strompreis abverlangt. Der doofe Bürger muß doch zahlen und kann auch nicht abhauen.

Fernsehgebühren werden jetzt generell pro Haushalt zwangsabverlangt. Ob Fernsehgerät vorhanden oder nicht, spielt keine Rolle. Gerichte entscheiden schon lange nicht mehr nach Recht sondern sprechen ihre Urteile zum "Wohle der Politik". Wie sonst kann es sein, daß man dem Staat bei dieser Zwangsabgabe, die noch nicht einmal eine Steuer ist, auch noch recht gibt.

Die Ärmeren und Armen werden immer mehr an den Rand gedrückt. Löhne steigen minimal, Renten haben jahrelang gar keine Erhöhung bekommen. Dafür wurden aber die Pensionen stetig erhöht, sogar Weihnachtsgeld gibt es bei den Pensionen.
Unser Gesundheitssystem wird systematisch zurückgefahren, immer mehr müssen wir bei den Arzneikosten selber tragen, was in vielen Familie fast nicht mehr machbar ist. Facharzttermine bekommen wir irgendwann mal. Schnellere Termine soll es evtl. über die Krankenkasse geben, jaa - im Umkreis von 100 km darf man dann rumfahren, vorausgesetzt man hat einen fahrbaren Untersatz oder jemanden der einen fährt. Alles nur Augenwischerei, die uns glauben läßt, es wird was für das "Fußvolk" getan.
Das Rentenalter wird immer höher gesetzt. Wahrscheinlich mit der Hoffnung, daß man sich vorher kaputt gearbeitet hat, damit der Staat erst gar keine Rente zahlen muß.

Dies alles und vieles negative mehr geschieht in einem hochzivilisierten Land wie Deutschland, in dem es im sozialen Bereich keine Fortschritte sondern nur noch Rückschritte gibt.

 Irgendwann muß doch wohl jeder gemerkt haben, wie wir von Wirtschaft und Politik gegängelt und vorgeführt (ich bin höflich - noch) werden; wie die Schere von Arm und Reich immer weiter auseinandergeht. 

Bei Amtsantritt  mußten die Bundeskanzlerin und die Minister alle einen Eid ablegen in dem es u.a. hieß: ... zum Wohle des Deutschen Volkes!
Nennt man das dann einen Meineid, wenn nur zum "Wohle der Wirtschaft" regiert wird???

Wollen wir uns das noch länger gefallen lassen ...?
 


Kommentare:

  1. Euro- und DM-Preise kann man nicht vergleichen, das funktioniert einfach nicht. Vergleiche doch lieber die tatsächlichen €-Preise von vielleicht 2004 mit heute, das ist doch viel interessanter.
    Und das mit der Windenergie... so hat es Deutschland gewollt. Dafür Braunkohle, ja wunderbar.
    Im Vergleich zu Griechenland, Italien, vielleicht auch die anderen südlichen Länder Europas geht´s uns doch wirklich gut, da kann man nicht meckern. Ihc weiß natürlich was Du meinst, es liegt viel im Argen und es ist immer wieder gut, wenn jemand mal darauf hinweist. Also weiter so.

    Nana

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    1. Hallo Nana,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Doch ich kann, ich muß sogar € mit DM vergleichen. Im Januar 2002, als der Euro da war,kostete die Butter sogar nur 0,79 € (1,58 DM). Da gab es noch beide Preise auf dem Kassenzettel. Ich denke das spricht für sich.
      Außerdem, die Renten wurden komplett halbiert, so auch die Preise damals. Nur - heute steht es in keinem Verhältnis mehr, denn wir haben inzwischen 1:1 bei den Preisen erreicht und oft sogar weit darüber. Und wo blieben die Rentenerhöhungen? Nichts kam da! Wir gurken immer noch mit dem halbierten Rentenbetrag herum - leider!
      Liebe Grüße
      Barbara

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    2. Das ist natürlich korrekt so wie Du sagst. Die Altersarmut nimmt zu, so auch die Kinderarmut.

      Nana

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  2. Ich gebe Euch beiden recht und schließe mich da auch teilweise an, meiner Meinung nach kann ein Arbeiter nunmal nicht verlangen wie der Fabrikbesitzer leben zu können. Das geht einfach nicht.Wir sind doch sehr verwöhnt worden.Wenn man schon vergleichen will dann guck doch mal was die Arbeiterschaft mit ihren 40 DM Anfangskapital machen konnte.Butter: früher (bis in die 80er rein)gab es Buttermarken für besonders Bedürftige,darunter zählten Bergbau,Lungenkranke und Kinder wo in der Familie TB auftauchte.
    Die Krankenkassen zahlen das was nötig ist. Ok es gibt keine Kuren mehr jährlich über 6 Wochen auf Wunsch des Patienten.Meine Krankenkasse "verbrät" für meine Krankheit etwa 20.000.00 Euro im Quartal mindestens.Ok an meinen Zähnen und der Zuzahlung meiner Brille spart sie, vielleicht muß ich für ein besseres Gestell/Glas einfach ein bißchen sparen? Müßte doch auch hinzukriegen sein?
    Ach so Butter, ich wurde als Kind mit Buttermarken vom lungenkranken Onkel gemästet weil ich so dünn und mickrig war ;-)Der Onkel mochte keine Butter,ich auch nicht mich hat nur keiner gefragt.Wie ist es heute? Ich bekomme eine Hollandaise sogar ganz ohne Butter hin und die schmeckt allen unvergleichlich gut.Ich bin aus der Arbeiterkaste und Margarine mögen wir alle,mein Mann mag Butter und bekommt hin und wieder seine Butter aufs Brot,obwohl seine Rente sagt...naja ne Schmalzstulle tut es auch.Nischt für ungut, aber jammern auf hohem Niveau tut ja auch mal gut,Liebe Grüße Petra

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    1. Ich mag Butter, sogar sehr. Ich komme aus einer Familie, wo die Butter heilig war, denn erst als es Deutschland wieder besser ging, kam Butter auf den Tisch. So maß meine Familie den Wohlstand stets an der Butter. Witzig, wie sich das nicht geändert hat.

      Nana

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    2. Hallo Petra,
      nichts für ungut, ich weiß nicht, von welcher Zeit Du redest. Buttermarken bis in die 80er - ich habe nie welche gesehen, obwohl ich immer Butter essen mußte, daß nur nebenbei. Und bei mir bzw. damals meinen Eltern mußte früher immer jeder Pfennig 5 mal umgedreht werden. Es geht hier aber nicht mich sondern einfach um die, die sich alles nur mehr oder weniger anschauen können und ich kenne leider viele davon in meinem Umfeld.
      Das Gesundheitssystem betrifft mich allerdings leider selber, aber darüber möchte ich nicht reden.
      Kuren gibt es überhaupt keine mehr, außer Du kommst direkt frischoperiert aus der Klinik. Alles andere kann "ambulant" (Aussagen der Krankenkassen) behandelt werden. Das ist leider die Realität und es hat auch nichts mit Jammern auf höherem Niveau zu tun.

      LG Barbara

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Vielen Dank für Deinen Kommentar und das Du Dir die Zeit dazu genommen hast.
Ganz liebe Grüße
Barbara